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Strategy GuidesGX 17

Spieleberater: Secret of Evermore (1996)

Das verpönte Geschwisterkind von Secret of Mana – und doch voller Atmosphäre: Ich blättere durch den Spieleberater zu Secret of Evermore.

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Der Spieleberater zu Secret of Evermore

Nach Terranigma nehme ich mir den Spieleberater zum westlich geprägten Secret of Evermore vor. Das Abenteuer des Jungen mit Hund gilt gemeinhin als verpöntes, anbiederndes Geschwisterkind von Secret of Mana: Es kupferte prägende Elemente ab und versuchte, sie mal mehr, mal weniger gut zu erweitern. Schon der zum Verwechseln ähnliche Schriftzug zwang den Vergleich mit dem japanischen „Original“ förmlich auf. Rückblickend, und angesichts des mäßigen Erfolgs, war es keine gute Idee, Evermore über Mana-Elemente zu vermarkten. Dabei hat es genug eigene Stärken.

Die Grundsatzfrage, welches Spiel besser ist, führt ohnehin ins Leere, dafür setzen beide zu unterschiedliche Schwerpunkte. Evermore besticht durch eine überwältigende Atmosphäre, die oft das Kleine, vermeintlich Unbedeutende betont. Im Zusammenspiel mit der melancholischen, düsteren und vor allem mystischen Musik, einem Geniestreich von Jeremy Soule, entfaltet sie ihre volle Wirkung. Und wenn mal keine Musik läuft, übernimmt eine stimmungsvolle Geräuschkulisse: der geschäftige Markt von Allelachema, Kröten zwischen schwappenden Lotusblättern im Sumpf, die leisen Tiergeräusche im Wald unter der Schachbrettebene. Kein Spiel hat für mich je Ton und Szenerie so perfekt zusammengebracht.

Das lässt mich sogar Mängel vergessen, etwa die unerträgliche Ausweichrate der Gegner (nach dem fünften Schlag ins Leere traf der Controller gern mal die Tischkante). Auch neue Zauber – Alchemieformeln – sorgten oft für Ernüchterung, weil man sie stumpf, zeit- und ressourcenfressend hochleveln musste: ein nerviges Erbe des Vorgängers, das mit ein paar Stellschrauben vermeidbar gewesen wäre.

Auch die Handlung wird oft kritisiert: Ein Junge landet mit seinem Hund durch eine Maschine in einer künstlichen Welt und sucht den Weg nach Hause. Seine Verbündeten geben meist nur vage Hinweise, Antworten auf die großen Fragen gibt es kaum. Erst am Ende stellt sich heraus, dass Evermore zum Vergnügen einiger weniger erschaffen wurde. Doch das Ziel ist hier nicht die Auflösung, sondern der Weg dorthin. Wer Lust hat, die Geheimnisse von Evermore aufzudecken, erlebt ein spannendes Abenteuer, in dem sich jeder neue Abschnitt wie eine Errungenschaft anfühlt. Eine gut versteckte Formel, eine Mythenschärpe mit geheimnisvollen Kräften nach langem Tauschhandel, 27 durchprobierte Farbkombinationen: Da springt das Herz vor Freude. Das „Secret“ in Secret of Evermore ist keine leere Phrase.

Genug geredet, viel Spaß mit dem Spieleberater!

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